Eine kleine Sensation: Uhus im Südturm der Elisabethkirche starten überraschenden zweiten Brutversuch
Nachdem drei Uhu-Küken Ende März vom NABU aus dem Nistkasten im Südturm der Elisabethkirche vor dem Verhungern gerettet wurden und jetzt gut behütet in einer Vogelaufzuchtstation aufwachsen, sorgen die Elisabethkirchen-Uhus erneut für Aufsehen. Uhu-Weibchen „Lisbeth“ hat sich offensichtlich nach dem Verschwinden des ersten Männchens einen neuen Partner gesucht – und gestern ein neues Ei gelegt. „Mit einem weiteren Brutversuch hatten viele Fachleute nicht mehr gerechnet, da ein sogenanntes Nachgelege beim Uhu nur selten beobachtet wird“, erklärt Hartmut Möller vom NABU Marburg.
„Am Mittwochnachmittag konnte über den Livestream gegen 15:22 Uhr ein deutliches „Plong“ gehört werden – ein erstes Hinweiszeichen auf die Eiablage“, berichtet der Naturschutzbund: „Gegen 20:36 Uhr war dann auch visuell zu erkennen, wie ein Ei in den Blickwinkel der Kamera gelangt und von beiden Uhus aufmerksam betrachtet wird.“
Bereits in den vergangenen Tagen, zuletzt am Montag, seien Uhu-Weibchen „Lisbeth“ und ein Männchen bei Paarungen an der Elisabethkirche beobachtet worden, so der NABU. Dass es tatsächlich zu einer erneuten Eiablage gekommen sei, sei jedoch eine „bemerkenswerte Überraschung“.
Das Ei muss nun zunächst über mehrere Wochen bebrütet werden. Der NABU hofft, dass sich der zweite Brutversuch erfolgreich entwickelt.
kro/pe

