Bundeskanzler Friedrich Merz spricht am Samstag, 25. April, in Marburg. Zwei Gegendemonstrationen sind angemeldet.

Anlass für den Besuch von Merz ist die Bundestagung des CDU-Sozialflügels, der sich am Wochenende im Erwin-Piscator-Haus trifft. Dort wird Merz eine Rede halten.

Gegen den Auftritt des Kanzlers werden gleich zwei Demonstrationen durch die Universitätsstadt ziehen. Bereits um 9.30 Uhr startet die Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die vor der Stadthalle gegen Sozialabbau mobil macht. „Marburg gegen Merz“ lautet der Titel der Demonstration von mehreren Gruppierungen, die um 10 Uhr am Hauptbahnhof beginnt und am Erwin-Piscator-Haus endet. Mit dabei sind Studierende, Linke sowie Initiativen wie die Seebrücke. Sie wenden sich gegen Aufrüstung, Militarisierung, Rassismus, Befeuerung der Klimakrise sowie Sprüche wie den von der „Lifestyle-Teilzeit“. 

Aber auch im Saal des Erwin-Piscator-Hauses erwartet den Bundeskanzler kein leichter Termin. Der CDU-Sozialflügel – die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) – hat die Merz-Aussagen zur Rente kritisiert. „Wir wollen den Sozialstaat erhalten“, kommentierte CDA-Vorsitzender Dennis Radtke: „Jemand, der aktuell 1500 Euro monatlich in die Rentenversicherung einzahlt, wird sich bedanken, wenn das künftig nur noch eine Basis sein soll.“ Merz hatte kürzlich gesagt, dass die Rente künftig „allenfalls noch die Basisabsicherung für das Alter“. Das war sowohl bei Gewerkschaftern als auch beim Koalitionspartner auf scharfe Kritik gestoßen. Am Samstag wird Merz voraussichtlich ab 12 Uhr vor den Delegierten sprechen.

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Bundesregierung/Xander Heinl