Für eine solide Finanzierung von Kultur, Jugendarbeit und sozialen Einrichten rufen kulturelle Initiativen und Kneipen Marburgs zu einer Nachttanzdemo auf.
Im vergangenen Jahr lockte die ungewöhnliche Demonstration rund 1000 Menschen. Start ist am Samstag, 20. Juni, um 18 Uhr an der Philosophischen Fakultät. Nach einer Zwischenkundgebung vor dem Kulturladen KFZ geht es weiter zum Hauptbahnhof und in weitem Bogen zum Café Trauma. Slogan: „Wir nehmen und die Stadt und tanzen uns den Frust von der Seele.“
Konkret dreht es sich um die drei soziokulturellen Zentren KFZ, Café Trauma und Waggonhalle, die um ihre Fördergelder bangen. Die Zentren mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten seien ein „Kulturerbe“, das geschützt werden müsse, sowie Orte gelebter Demokratie, in denen sich Menschen für eine lebenswertere Gesellschaft einsetzen. Allein im Trauma finden jedes Jahr 250 Veranstaltungen statt, die von 15.000 Gästen besucht werden. Der Großteil der kulturellen Arbeit werde ohnehin bereits ehrenamtlich geleistet. Daher fordern sie: „Stellt die gesamte Soziokultur Marburgs unter Schutz.“ Es brauche langfristige Förderverträge.
Bei der Nachttanzdemo dabei sind auch die Kneipen, die unter steigenden Mieten und städtischen Auflagen leiden. Sie fordern: „Kein weiteres Vorantreiben des Kneipensterbens durch ungerechte Reglementierungen.“ Kneipen seien zentrale Orte der Begegnung.
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