Hochschulen kritisieren Aufweichungen der hessischen Klimaschutzziele.

Alle 14 Hochschulen Hessens kritisieren die geplante Aufweichung der hessischen Klimaschutzziele durch die Änderung des hessischen Klimagesetzes. Dies widerspreche dem Pariser Klimaschutzabkommen, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Weil nicht mehr regelmäßig per Monitoring geprüft und nachgeschärft werden soll, wenn die Klimaziele nicht eingehalten werden, fürchten sie um Klimaschutz-Investitionen in die Hochschulgebäude. Um die Universitäten vor Klimawandelfolgen zu schützen, sei eine konsequente Klimaanpassung der Landesliegenschaften und ihrer Infrastruktur zwingend erforderlich. Zudem fordern sie, den unabhängigen wissenschaftlichen Klimabeirat „zwingend beizubehalten“. Damit schließen sich die Hochschulen – einschließlich der mit federführenden Marburger Uni – der Kritik zahlreicher Verbände von den Gewerkschaften über den Bund für Umwelt und Naturschutz bis zu den Grünen an, die am Dienstag in Wiesbaden auf die Straße gingen. Scharf ist auch die Kritik der Marburger „Parents for Future“, die das Vorhaben „geradezu zynisch“ in Anbetracht der Klimakatastrophen des Sommers mit Tausenden von Hitzetoten, Waldbränden, ausgetrockneten Gewässern und Überflutungen nennt. In einem Antwortbrief hatte Staatssekretär Michael Ruhl den „Parents for Future“ geschrieben, das hessische Klimaschutzgesetz werde gestrafft und vermeide „unnötige Belastungen für Wirtschaft sowie für Bürgerinnen und Bürger“. Die Aktiven halten das für „verantwortungslos“.

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