Steinwürfe auf Autos: Drei Jugendliche stehen vor dem Marburger Landgericht.
Derzeit stehen drei Jugendliche vor dem Marburger Landgericht, die im April und Mai vergangenen Jahres Steine, Flaschen und vier Leitpfosten auf die Autobahn 49 bei Stadtallendorf geworfen haben. Sie trafen zwei Laster und einen Kleintransporter.
Sie sitzen seit Mai im Gefängnis und müssen sich nun wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Ihre Steine hatten Motorhauben, Führerhäuser und Lkw-Dächer getroffen. Ein faustgroßer Stein zersplitterte die Windschutzscheibe eines Kleintransporters. Zudem hatten sie nach den Taten Musik einer rechtsextremen Band im Auto gehört und den Hitlergruß gezeigt. Die Lasterfahrer kamen – auch dank ihrer langjährigen Fahrpraxis – mit einem Schrecken davon.
Neuer Steinwurf – Polizei bittet um Mithilfe
Fast zeitgleich zur Verhandlung vermeldet die Marburger Polizei jetzt, dass von der Fußgängerbrücke der Beltershäuser Straße in der Nähe der Einfahrt zum Kreishaus Gegenstände auf das Dach eines VW-Polo geworfen wurden. Der Fahrer erlebte einen massiven Einschlag, wurde jedoch nicht verletzt. Die Polizei bittet nun um sachdienliche Hinweise.
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