Gleich zwei Preisträger zeichnen die Stadt Marburg und die Humanistische Union in diesem Jahr mit dem „Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte“ aus. Die undotierte Auszeichnung erhalten Prof. Dr. Bilal Farouk El-Zayat und Dr. Kurt Bunke für ihr Eintreten für geflüchtete Menschen.

Mit dem „Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte“ würdigen die Universitätsstadt Marburg und die Humanistische Union (HU) seit 2005 alljährlich herausragendes Engagement für die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben.

Der Arzt Prof. Dr. Bilal Farouk El-Zayat erhält das Leuchtfeuer für sein Engagement als Vorsitzender der muslimischen Gemeinde Marburg bei der Zusammenarbeit im „Runden Tisch der Religionen“. Ebenso gewürdigt wird sein Einsatz zur psychotherapeutischen Unterstützung geflüchteter Menschen und Menschen mit Diskriminierungserfahrungen.

Der pensionierte Universitätsbedienstete Dr. Kurt Bunke wird für sein langjähriges Engagement als Gewerkschafter und für die Unterstützung von Menschen mit Migrationserfahrung ausgezeichnet, die inzwischen seit mehr als 40 Jahren andauert.

Die beiden Ausgezeichneten haben sich für Mitmenschlichkeit, Toleranz und Respekt sowie das aktive Eintreten für geflüchtete Menschen ohne Ansehen ihrer Herkunft oder Religionszugehörigkeit eingesetzt. Zugleich haben sie sich auch durch ihr Eintreten für Demokratie und gegen Rechtsextremismus hervorgetan.

Die Laudatio wird die Theologin Margot Käßmann halten. Die ehemalige Bischöfin und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat ihr Abitur an der Marburger Elisabethschule gemacht sowie zeitweilig auch an der Philipps-Universität Marburg studiert und gelehrt. Mit den beiden Preisträgern teilt sie die Erfahrung, dass ein entschiedenes Eintreten für geflüchtete Menschen deren existenzielle Gefährdung sehr wirksam vermeiden kann.

Zu den bisherigen Preisträger*innen gehörten unter anderem der katholische Sozialethiker Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ, Der Psychiater Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter und der Behinderten-Aktivist Ottmar Miles-Paul, die Gewerkschafterin Käte Dinnebier sowie die Ärztinnen Ruby Hartbrich und Kristina Hänel. Preisträgerin des Jahres 2025 war die Sozial-Aktivistin Helena Steinhaus.

Die undotierte Auszeichnung wird am Freitag, den 30. Oktober, im Historischen Saal des Marburger Rathauses durch Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und den Jury-Vorsitzenden Egon Vaupel überreicht. Die Feierstunde zur Preisverleihung beginnt um 10 Uhr und ist öffentlich. Für geladene Gäste werden Plätze reserviert.

pe

Bild mit freundlicher Genehmigung von Pablo Orcaray auf Unsplash