Forschungsprojekt „Insole“ der Fachbereiches Medizin.

Orthopädische Einlagen für Schuhe sollen Schmerzen lindern und Fehlstellungen des Fußes korrigieren. Zugleich deuten wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hin, dass gezielte Übungen zur Kräftigung der Fußmuskulatur ebenfalls zu einer deutlichen Beschwerdelinderung beitragen können. Ob solche Übungen eine gleichwertige Alternative zu Einlagen darstellen können, untersucht das Forschungsprojekt „Insole“ am Marburger Fachbereich Medizin.

Es wird über einen Zeitraum von drei Jahren mit rund 1,6 Millionen Euro durch den Innovationsfonds des gemeinsamen Bundesausschusses gefördert. Ab Juni werden Teilnehmende aus der Region gesucht, die seit längerer Zeit orthopädische Einlagen tragen und unter Fußbeschwerden leiden. Mit ihrer Hilfe wird geprüft, ob ein speziell entwickeltes Übungsprogramm orthopädische Einlagen ersetzen kann. „Die Teilnehmenden helfen dabei, die Behandlung von Fußbeschwerden wissenschaftlich weiterzuentwickeln und langfristig zu verbessern“, sagt die Marburger Medizinerin Nele Kornder vom Projektteam.

Die Studie wird in Hessen sowie im Raum Lübeck durchgeführt. Langfristig sollen die Ergebnisse dazu beitragen, das Versorgungsspektrum der betroffenen Patient*innen zu erweitern – orthopädische Einlagen gehören zu den häufig verordneten Hilfsmitteln.

Interessierte können sich unter insole-studie@uni-marburg.de vormerken lassen. 

gec/kro

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