Marburg-Biedenkopf ist die erste Kreisverwaltung in Deutschland, die ihren Beitrag zum Gemeinwohl im Rahmen einer Bilanzierung systematisch untersucht hat.
Damit übernimmt der Landkreis eine Vorreiterrolle bei der transparenten Erfassung und Bewertung ihres Anteils an einer Kultur des guten Lebens in einer friedlichen und nachhaltigen Gesellschaft. „Wir wollten wissen, wie gut wir bereits aufgestellt sind und wo wir uns noch verbessern können“, betont Landrat Jens Womelsdorf.
Die Auswertung zu den sogenannten Wertethemen Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit sowie Transparenz und Demokratie bescheinigt der Kreisverwaltung gute Werte. „Das Ergebnis liefert ein deutliches Signal für gelebtes Engagement für Gemeinwohl und Verantwortung“, freuen sich Landrat Womelsdorf und Projektmanager Daniel Schleicher. Die Kreisverwaltung beschäftigt sich bereits seit 2019 mit dem Thema Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ). Damals wurde der Eigenbetrieb „Jugend- und Kulturförderung“ nach den Kriterien der GWÖ bilanziert und zertifiziert.
Unter Gemeinwohl-Ökonomie versteht man ein alternatives Wirtschaftssystem, das statt auf Gewinnmaximierung auf Werte wie soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Solidarität und demokratische Mitbestimmung setzt. Damit knüpft der Kreis an die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen an, denen sich Marburg-Biedenkopf bereits in zahlreichen Bereichen verpflichtet hat. Die Auszeichnung als Global Nachhaltige Kommune Hessen im November 2023 unterstreicht diese Ausrichtung. Den Bilanzierungs-Bericht sowie weitere Informationen gibt es online unter www.marburg-biedenkopf.de/gemeinwohl.
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