Sonntag, 26. Mai 2019
Editorial | 22. Oktober 2015

Gießen entdecken

Gießen historisch: Academia Ludoviciana – Foto: Kronenberg

Dass Schauspieler Til Schweiger in Gießen zur Schule ging, weiß fast jeder. Dass Außenminister Frank-Walter Steinmeier hier studierte, ist nicht ganz so bekannt. Und dass ein Oscar-Preisträger aus Gießen stammt, weiß kaum einer: Der Maler und Bühnenbilder Hein Heckroth (1901-1970) erhielt 1948 den Oscar für die Ausstattung der Verfilmung des Märchens "Die roten Schuhe". An den renommierten Künstler, der in Hollywood unter anderem mit Alfred Hitchcock zusammengearbeitet hat, erinnert der Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis, der alle zwei Jahre von der Hein-Heckroth-Gesellschaft zusammen mit dem Land Hessen und der Stadt Gießen verliehen wird.

Wer zum Beispiel als Erstsemester mehr über seine neue Stadt erfahren will, kann Gießens Geschichte bei der Stadtführung "Gießen historisch" am 8. November (Start 15 Uhr am Kirchenplatz) kennenlernen. Wer sich für eine Wiege der modernen Chemie interessiert, dem sei die Experimentalvorlesung im Liebig-Labor am 4. November (18 Uhr) empfohlen. Immerhin lehrte in diesen Räumen der weltberühmte Chemiker Jusus Liebig.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Frühlingsfest

Foto: FBS
Bunt, lecker und musikalisch wird es beim Frühlingsfest der Evan­ge­li­schen Familien-Bildungsstätte mit dem Mehrgenerationenhaus und der Lutherischen Pfarrkirche für kleine und große Men­schen auf dem autofreien Lutherischen Kirchhof. Mit fröh­lichem Gottesdienst um 14.00 Uhr beginnt das Fest für alle Sinne. "Kommt und macht mit" ist das Motto, denn Groß und Klein werden aktiv an Spielstationen, beim Bogenschießen, an Basteltischen, in der Hüpfburg, beim Baumklettern und Balan­cieren oder an Annettes Klangstation. Auch das Jugendhaus Compass ist mit Kicker und Darts zu Gast. Bei Kaffee und Kuchen, Waffeln und Würstchen kann man nette Menschen treffen und bei Livemusik die wunderbare Aussicht auf die Stadt genießen.
So 26.5. | ab 14 Uhr | Marburg | Lutherischen Kirchhof
 
Tipp der Woche

Nacht der Stimmen

Foto: Daniel
Wetzel
Nach einjähriger Pause ist das A-Cappella-Festival Nacht der Stimmen wieder zurück und präsentiert bereits zum 26. Mal auf der idyllischen Schloss­park­bühne die lokalen und inter­nationalen Stars der Szene, die einmal mehr be­weisen werden, dass man für aus­ge­zeichnete Musik nicht mehr als seine Stimme braucht. Die fünf Sänger von Viva Voce ersetzen mit ihren Stimmen ein ganzes Or­chester. Sie sind die "Band ohne Instrumente" und gleich­zeitig die Pop-Stars der deutsch­sprachigen A-Cappella-Szene. Ringmasters aus Stock­holm sind vier aus­ge­sprochen virtuose Sänger. Die Barber­shop-Welt­meister bieten ein stimmiges Programm weit über das Genre des Barber­shop hinaus. Gretchens Antwort (Foto) ist A-Cappella aus Berlin in weib­lich. Die vier jungen Frauen be­dienen sich der unter­schied­lichsten Genres und Materialien von Adele bis Franz Schubert. SchmitzKatze aus Kassel schließ­lich stehen für sieben­fache Stimm­gewalt. Das fetzige Ensemble aus Kassel präsentiert mit Leiden­schaft eine bunte Mischung aus diversen Genres, Ären und Stimmungen – Mal nur die Damen, mal nur die Herren, mit Solist oder chorisch, aber immer mit Herz und Humor.
Do 30.5. | ab 18 Uhr | Marburg | Schlossparkbühne
 
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