Montag, 18. November 2019
Editorial | 22. Oktober 2015

Gießen entdecken

Gießen historisch: Academia Ludoviciana – Foto: Kronenberg

Dass Schauspieler Til Schweiger in Gießen zur Schule ging, weiß fast jeder. Dass Außenminister Frank-Walter Steinmeier hier studierte, ist nicht ganz so bekannt. Und dass ein Oscar-Preisträger aus Gießen stammt, weiß kaum einer: Der Maler und Bühnenbilder Hein Heckroth (1901-1970) erhielt 1948 den Oscar für die Ausstattung der Verfilmung des Märchens "Die roten Schuhe". An den renommierten Künstler, der in Hollywood unter anderem mit Alfred Hitchcock zusammengearbeitet hat, erinnert der Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis, der alle zwei Jahre von der Hein-Heckroth-Gesellschaft zusammen mit dem Land Hessen und der Stadt Gießen verliehen wird.

Wer zum Beispiel als Erstsemester mehr über seine neue Stadt erfahren will, kann Gießens Geschichte bei der Stadtführung "Gießen historisch" am 8. November (Start 15 Uhr am Kirchenplatz) kennenlernen. Wer sich für eine Wiege der modernen Chemie interessiert, dem sei die Experimentalvorlesung im Liebig-Labor am 4. November (18 Uhr) empfohlen. Immerhin lehrte in diesen Räumen der weltberühmte Chemiker Jusus Liebig.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

But Beautiful

© Pandorafilm
Die Dokumentation zeigt Menschen, die noch einmal einen ganz neuen Weg einschlagen, die den Sprung ins Ungewisse wagen, ganz ohne Netz und doppelten Boden. Wie soll so ein neues Leben aussehen und ist die Verwirklichung überhaupt möglich? Film von Erwin Wagenhofer.
Mo 18.11. | 19 Uhr | Lich | Traumstern
 
Tipp der Woche

Heinz Strunk

Foto: Dennis
Dirksen
Drei Jahre lang hat Heinz Strunk öffentlich Tagebuch geschrieben, in der "Titanic", es fing an als eine Art Parodie auf Diarien be­deutungsvoller Schriftsteller ("Nach­mittags eine Gabe von Thee"), entwickelte jedoch bald ein ganz eigenes Leben in einem weiten Feld zwischen unernster Figurenrede, Kurz­essayistik, Aphorismus, Quatsch, Trübsinn und auch nicht wenig Tiefsinn, bringt weltenweit Entferntes zusammen: "Alltagsbeobachtungen", Lektüren anderer Autoren, Privat­fernseh­abende bei viel Alkohol, Aphorismen, Selbst­be­ob­achtung beim Altern, alberne "Karrieretipps", manchmal auch Poesie. In seiner Buch- und Albumvorstellung "Nach Notat zu Bett" & "Aufstand der dünnen Hipsterärmchen" verquickt der Gagbomber von der Waterkant High-End Literatur, moderne Musik und visuelle Schlüsselerlebnisse zu einem einzigartigen Mixtum Compositum
Do 21.11. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
Aktuelles Heft
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.
 
Kulturtipps 2019
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.
 
Ausgehen & Einkaufen
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.